Samstag, 19. Mai 2012
   
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Erfahrungsbericht (5) über den Klinikaufenthalt in der Hochgebirgsklinik Davos, Schweiz

Unser 1. Aufenthalt fand im Mai 2005 statt. Philipp war gerade 2 Jahre alt und hatte in der Woche vor unserer Reise nach Davos einen starken Mastozytose-Schub gehabt. Das äußerte sich mit starkem Juckreiz, Blasenbildung bis zur Größe einer Walnuss, offene Stellen am Rumpfstamm und Kopf, Flush; er musste mit Kortison behandelt werden.

Während der ersten Tage in Davos wurde es auch noch etwas schlimmer, was aber durch das veränderte Klima (1650 NN) als ganz normal einzustufen ist. Danach konnte die Kortison-Salbe abgesetzt werden und Philipp mit verschiedenen anderen Salben und Cremes behandelt werden.

Durch die regelmäßige Hautbehandlung (mehrmals täglich eincremen sowie Badezusätze) und dem Heilklima von Davos verbesserte sich Philipps Hautbild und wir konnten nach 7 Wochen wieder unsere Heimreise antreten.

Zu Hause habe ich die Behandlung fortgesetzt und es ging Philipp ein gutes halbes Jahr besser, aber danach wurde der Juckreiz wieder schlimmer (ganz verschwunden war er nie) und im April 2006 sind wir erneut nach Davos gefahren.
Durch den Klimawandel und die etwas abgeänderte Behandlung der Haut ging es meinem Sohn wieder besser und wir konnten bereits nach 5 Wochen wieder zurück fahren.

Positiv nach den beiden Aufenthalten ist auf jeden Fall, dass wir seitdem kein Kortison in welcher Form auch immer verwenden müssen und Blasen nur noch bei Verletzungen (Stoßen, Schürfwunden) entstehen.

Philipps Tryptase-Wert hat sich gebessert weitere Impfungen konnten ohne größere Probleme durchgeführt werden.

Negativ war für den Kleinen der lange Aufenthalt und somit die lange Trennung von zu Hause, was sich teilweise durch Fieber und Erbrechen und gerade beim 2. Besuch durch Gewichtsverlust wegen der verstärkten Ablehnung der Nahrungsaufnahme zeigte.
Man darf den Stressfaktor, den solche Klinikaufenthalte für unseren kleinen Patienten verursacht, eben nicht unterschätzen. Aber das ganze Klinikpersonal war immer sehr um Philipp und auch mich (auch für Mamis ist es mit kleinen Kindern sehr anstrengend) bemüht.

Ich kann die Hochgebirgsklinik Davos-Wolfgang nur empfehlen, wenngleich die Mastozytose auch hier nicht geheilt werden kann, so brachte es auf jeden Fall bei uns eine Besserung der Beschwerden und damit sind wir auch schon sehr zufrieden, gerade da Philipp vorher sehr stark mit Blasen und offenen Stellen (ca. 96% der Haut) befallen war.

Ich hoffe, dass meine Erfahrungen aus der Schweiz vielleicht auch für andere Patienten hilfreich sind.

Bei Fragen zu dem Klinikaufenthalt vermittelt der Mastozytose e.V. gerne meine Kontaktdaten.

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